Vorsicht vor dem Riesenbärenklau

Der Name ist Programm, da es ich hier um eine sehr große Pflanze handelt, bei der alles eine Nummer Größer ist als beim gewöhnlichen Bärenklau.

Er wächst innerhalb von ein paar Monaten rund drei Meter hoch und die schirmförmigen Blüten-Dolden, können bis zu 50 Zentmeter im Durchmesser erreichen. Das Problem: Die Pflanze ist sehr giftig, schon eine kleine Berührung kann ernste gesundheitliche Folgen für Mensch und Tier haben.

Giftig ist der Saft des Riesenbärenklaus, der schon in geringen Mengen allergische Reaktionen, wie Hautrötungen und Juckreiz bis hin zu Schwellungen, Fieber und Kreislaufproblemen auslösen kann. Bei Sonnenschein kommt es auf der Haut zu Rötungen, Quaddeln, Blasen und andere Verbrennungserscheinungen. Dabei sitzt der Giftstoff in allen Teilen der Pflanze - von Blättern und Stängeln bis zu den Blütendolden.

Daher heißt es: Abstand halten! 

Sollte jemand dennoch in Kontakt mit dem Riesenbärenklau kommen heißt es sofort mit fließendem Wasser und Seife die Stelle gründlich abwaschen und kühlen (Handtuch mit Leitungswasser tränken und auf die Stelle legen). Danach auf die Stelle Sonnenschutz aufbringen, um Blasenbildung und Verbrennungen möglichst zu vermeiden.

Unbedingt zum Arzt gehen solltet ihr, wenn ihr Brandblasen, starke Rötungen oder Juckreiz oder massivere allergische Reaktionen wie Atemnot bekommt.

Als Gemeinden bekämpfen wir den Riesenbärenklau. Wir haben einen Beauftragten, der dreimal im Jahr die Pflanzen immer dann zurückschneidet, wenn sie etwa 1 Meter hochgewachsen sind. So nehmen wir der Pflanze die Kraft und sie breitet sich nicht aus.

Solltet ihr einen sehen, der schon größer ist meldet diesen bei der Gemeinde - am besten mit einer genauen Beschreibung und/ oder Foto des Fundortes (Mail an a.salzmann@gemeinde-jesberg.de ).

Vieler Grüße aus dem Rathaus 

Heiko Manz
Bürgermeister