Wasserversorgung

Wasserversorgung


DIN-Konforme Wasserzähleranlage mit Rückflussverhinderer 

Bei dem letzten turnusgemäßen Wechsel der Wasseruhren stellten wir fest, dass nicht alle Trinkwasserinstallationen bzw. Einbauorte des Wasserzählers dem Stand der Technik und den aktuell geltenden Vorschriften entsprechen. Als Hauseigentümer liegt es in Ihrer Verantwortung, den Einbauort des Wasserzählers in technisch einwandfreiem Zustand zu halten. Dies bedeutet, dass defekte oder auch fehlende Komponenten zu ersetzen bzw. zu ergänzen sind, wenn es die heutigen Vorschriften verlangen. Es besteht kein Bestandsschutz. 

Von jedem Hauseigentümer ist daher folgendes zu beachten:

  • Gemäß DIN EN 14154-2:2011-06, DIN 1988 sowie des DVGW-Arbeitsblattes W 406 ist die Wasserzähleranlage so zu gestalten, dass keine mechanischen Spannungen auf den Zähler einwirken. Durch den fachgerechten Einbau eines Wasserzählerbügels erfüllen Sie diese Voraussetzung. Ohne vorhandenen Wasserzählerbügel können unsere Mitarbeiter zukünftig keinen neuen Wasserzähler fachgerecht installieren. Der Einbau dieser Sicherungseinrichtung erfolgt unmittelbar hinter dem Wasserzähler oder der ausgangsseitigen Wartungsarmatur. Der werksseitig in einer Hauswasserstation eingebaute Rückflussverhinderer erfüllt diese Aufgabe nicht! Als dauerhafte Rückflusssicherung haben sich die kontrollierbaren Rückflussverhinderer in Durchgangsform nach DIN EN 1717 Typ EA sowie DIN EN 13959 und gültiger DIN/GVGW Prüfnummer bewährt. Alternativ ist auch die Verwendung einer Sicherungskombination KRV nach DIN 1717 bestehend aus Schrägsitzventil und kontrollierbarem Rückflussverhinderer in Durchgangsform mit Membransicherung möglich. Die bisher bekannte und übliche Kombination - Freistromventil, Rückschlagventil; (KFR-Ventil) ist nicht mehr Stand der Technik und darüber hinaus keine dauerhaft wartungsarme Sicherung. Sie entspricht auch nicht den Vorgaben der DIN EN 1717. Der Einbau/Umbau kann von jedem Installationsunternehmen vorgenommen werden.
  • Der Einbau eines Wasserfilters mit einer unteren Durchlassweite von 80 - 120 pm nach DIN EN 13443-1 wird unmittelbar hinter dem Wasserzähler vorgeschrieben, um Funktionsstörungen und Korrosionsprobleme in der Hausinstallation zu vermeiden. Bei metallener Leitung ist ein Filter zwingend einzubauen, bei Kunststoffleitungen ist der Einbau empfohlen. Aus hygienischen Gründen sollte zur Vermeidung von häufigen Filterwechseln ein rückspülbarer Wasserfilter mit Edelstahl- oder Silber-Siebeinsatz gewählt werden. Grundsätzlich sollte ein Spülanschluss, z. B. ein Schlauch, der in einen Abwasseranschluss geleitet werden kann, vorhanden sein. Ein Rückspülen in einen Wassereimer ist nach nicht fachgerecht!
  • Einen geeigneten Druckminderer unmittelbar hinter der Hauptabsperreinrichtung bzw. Wasserzähleranlage einbauen.
  • Die erforderlichen Absperrarmaturen müssen in druckverlustarmer Ausführung gewählt werden, DIN/DVGW geprüft sein und mit einer gültigen DIN/DVGW-Prüfnummer bzw. Stempelaufdruck versehen sein. Neben den bekannten strömungsgünstigen Schrägsitzventilen können auch Kugelhähne mit 90°-Grad-Schließung verwendet werden, wenn sie als Absperrorgane zur Wartung dienen. Alternativ lassen sich solche Armaturen mit Untersetzungsgetriebe ausstatten. 
  • Der Aufstellungsort muss jederzeit frei zugänglich und frostfrei sein. 

Wir bitten Sie zu prüfen, ob an Ihrer Anlage Anpassung vor dem nächsten Austausch des Wasserzählers vorgenommen werden müssen. Diese sollten zeitnah erledigt werden. Für Fragen steht Ihnen unser Wassermeister unter der Tel.: 0163 7038446 zur Verfügung. 

Beispielhafter Aufbau für Hauswasserzählerplatz


Wasserhärtegrad: weich

Die aktuellen Gebühren entnehmen Sie der Wasserversorgungssatzung und der Entwässerungssatzung.