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Ortsteile

Densberg

Der Ort Densberg ist über 900 Jahre alt. Davon zeugt eine Urkunde, die der Erzbischof Wezilo von Mainz im Jahr 1085 auf der „Denisburc” ausgestellt hat. Dabei handelt es sich um die Burg Densberg auf dem Bergvorsprung hinter der heutigen Kirche, von der heute nur noch wenige Mauerreste sowie der Burggraben- in dem sich die Theaterbühne der Densberger Frühstücker befindet -existieren. Die Burg - wohl nur eine kleine Anlage mit einem Turm und einem Wohngebäude -befand sich damals im Besitz des Erzbistums Mainz und diente vermutlich der Sicherung der durch das Gilsatal führenden Straße zwischen der mainzischen Stadt Fritzlar und dem mittel- und südhessischen Raum. Densberg hat knapp 430 Einwohner und liegt im nördlichen Teil Hessens, etwa auf halbem Weg zwischen Kassel und Marburg. Der Ort liegt idyllisch im Tal des Baches Gilsa im Süden des vor allem für seine ausgedehnten Buchenwälder bekannten Naturparks Kellerwald-Edersee. In der Umgebung gibt es zahlreiche Wanderwege, so auch zum direkt oberhalb von Densberg gelegenen Wüstegarten, der mit 675 Metern höchsten Erhebung des Kellerwaldes und des Schwalm-Eder-Kreises, auf dem der 28 m hohe Kellerwaldturm eine einzigartige Rundumsicht bietet.

 

Elnrode/Strang

Elnrode wurde 1343 erstmals als Elinrade erwähnt, später änderte sich der Name in Elrode, Elm(e)rodt, Elnroda und schließlich Elnrode. Im Jahr 1730 verkauft Karl Ludwig von Löwenstein seine Hälfte von Elnrode an Prinz Maximilian von Hessen , dieser kaufte im gleichen Jahr auch die andere Hälfte und erhält Elnrode als hessisches Lehen. Nach seinem Tod im Jahr 1753 fiel Elnrode an die Landgrafschaft Hessen-Kassel. Elnrode gehörte zum Amt Borken und ab 1821 zum Justizamt Jesberg. Strang wurde erstmals 1565 als ufm Strange erwähnt, spätere Bezeichnungen waren de Strang und der Strangk. Das Dorf gehörte ab 1805 zum Amt und später Justizamt Jesberg. Kirchlich war Elrode mit Strang ab dem 16. Jahrhundert nach dem östlichen Nachbarort Schlierbach eingepfarrt, ehe es 1820 Filialgemeinde von Jesberg wurde. Im Jahr 1964 schlossen sich Elnrode und Strang zur Gemeinde Elnrode-Strang zusammen. Mit der Gebietsreform in Hessen wurde Elnrode-Strang am 31. Dezember 1971 ein Ortsteil der Gemeinde Jesberg.

 

Hundshausen

Der Ort ist im Jahre 969 erstmals erwähnt, in einer Schenkungsurkunde des Kaisers Otto I., in der er dem Mauritiuskloster in Magdeburg das bisher vom Erzbischof von Mainz zu Lehen gehaltene Gut „Hunoldeshuson“ schenkte. Der Ortsname erfuhr im Laufe der Jahrhunderte vielfache Veränderungen, teilweise wohl auch nur infolge der eigenwilligen Wiedergabe durch die Schreiber verschiedener Urkunden und Verzeichnisse: Hunoldishusen (1351), Hunoldyshusen (1422), Hundtshusenn (1458), Hunzhußen (1477); Huntzhusen (1480), Hunßhusen (1495), Hunshusen (1514), Honßhußen (1518), Hinshusen (1522), Hunshaussen (1528), Huntzhußen (1531), Hunßhausen (1537), Hontzshaussen (1548), Hundeshausenn (1549), und Hundtshausen (1650). 1351 war das Dorf wieder im Besitz des Erzbistums Mainz, und Erzbischof Heinrich III. gab das Jesberger Burglehen in Hundshausen an den Ritter Johann von Falkenberg gen. Gruszing (auch Johann Grüßing), aus dem Densberger Zweig der Familie von Falkenberg, an den auch die mainzische Burg Jesberg verpfändet war und der bereits 1349 durch den Mainzer Stiftsverweser Kuno von Falkenstein (mit Zustimmung des Erzbischofs Gerlach) als erblicher Burgmann auf der Burg Densberg eingesetzt worden war. Johann Grüßings Nachkommen starben in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Mannesstamm aus, und die Herren von Linsingen erbten den Löwenanteil des Grundbesitzes in Hundshausen, verkauften aber Teile davon in den Jahren zwischen 1458 und 1583. Im 17. Jahrhundert beanspruchte das Petersstift in Fritzlar wieder den gesamten Besitz in Hundshausen; der Streit darüber wurde erst 1657 beigelegt. Die Herren von Löwenstein hatten ebenfalls ein Gut in Hundshausen, wohl geerbt von den Linsingern, das sie von 1686 bis 1847 als erbliches Lehen ausgaben. Auch der Zehnte in Hundshausen, gehalten als Lehen von Mainz bzw. dem Petersstift in Fritzlar, gehörte spätestens seit 1422 den Herren von Linsingen. Das Fritzlarer Stift bestätigte 1477 die Belehnung des Hans von Linsingen mit dem Hundshäuser Zehnten; eine weitere Bestätigung dieser Belehnung an die Linsinger ist im Jahr 1537 beurkundet. Aber auch Teile ihrer Zehntrechte verkauften die Linsinger im Laufe der Zeit, und 1586 hatten sie nur noch den halben Zehnten, die andere Hälfte gehörte der Landgrafschaft Hessen-Kassel. Am 1. Januar 1974 wurde der bis dahin selbständige Ort Hundshausen in die Gemeinde Jesberg eingegliedert.

 

Jesberg

Die Anfang des 13. Jahrhunderts vom Adelsgeschlecht der Linsinger erbaute Burg Jesberg wurde 1241 von ihnen an das Erzbistum Mainz verkauft und als Mainzer Lehen zurückgenommen und war von da an – neben Naumburg, Fritzlar und dem Heiligenberg bei Felsberg – einer der Hauptstützpunkte in Nordhessen für die Mainzer Erzbischöfe in deren Auseinandersetzungen mit den Landgrafen von Hessen. Das Barockschlösschen in Jesberg ließ Maximilian von Hessen, ein Sohn des Landgrafen Karl von Hessen-Kassel, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Treisbachgrund bauen. Er hatte von seinem Vater im Jahre 1723 die Herrschaft Jesberg, einschließlich des Hofguts Richerode und des Dorfs Hundshausen, zugewiesen bekommen, nachdem die Herren von Linsingen im Jahre 1721 mit Ludwig Eitel im Mannesstamm ausgestorben waren und die Herrschaft Jesberg somit an den Landgrafen heimgefallen war. Zwischen 1723 und 1753 entstand zudem, auf Wunsch von Maximilians vier das Säuglingsalter überlebenden Töchtern, der Prinzessingarten südöstlich von Jesberg im heutigen Staatsforst Jesberg. Während der Zeit des Napoleonischen Königreichs Westphalen (1807-1813) war Jesberg Hauptort des Kantons Jesberg und Sitz des Friedensgerichts. Am 1. September 1968 schloss sich Reptich der bis dahin nur aus dem Kernort Jesberg und dem gut 2 km nordwestlich gelegenen Gut Brünchenhain bestehenden Gemeinde Jesberg an. Am 31. Dezember 1971 folgte die vorher eigenständige Gemeinde Elnrode-Strang, und am 1. Januar 1974 erhielt die Gemeinde Jesberg durch die Eingemeindung von Densberg und Hundshausen ihre heutige Form.

 

Reptich

Reptich geht auf das 1193 als „Wichardistorph“ erstmals erwähnte Wickersdorf zurück. Am 14. Februar 1361 wurde Wickersdorf von den Grafen Otto II. und Heinrich IV. von Waldeck an Werner von Löwenstein-Westerburg verkauft, 1523 fiel es als Erbe an Heinrich von Löwenstein. Nach einem Erbstreit mit Philipp III. von Waldeck wurde Heinrich 1531 schließlich mit „Wigkeßdorff“ belehnt. In der Lehensurkunde wird der Ort als Wüstung bezeichnet. Heinrich begann nun, auf der Wüstung einen Hof zu errichten, aus dem die heute noch existierenden Wickershöfe hervorgingen. Der Obere Hof und der Untere Hof liegen nördlich des Ortskerns von Reptich und befinden sich auch heute im Besitz der Familie von Löwenstein.

(Quelle: Wikipedia, www.densberg.com)