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Buchvorstellungen der Gemeindebücherei Jesberg

"Der Schlot“ von Andreas Winkelmann

Was ist ein Menschenleben wert,
wenn damit gehandelt wird?

Nach seinem letzten Fall musste Henry Conroy eine Auszeit nehmen. Nun ist sein erster Arbeits-
tag  und er freut sich auf die Arbeit mit seiner Kollegin Manuela Sperling. Doch die verschwindet an diesem Tag spurlos. Ihre letzten Worte am Handy sind: Hilf mir ... der Hinkende! Wie sich herausstellt,  hat sie während Conroys  Abwesenheit unerlaubte Ermittlungen im äußerst brutalen, gut organisierten Bereich des Menschenhandels und der Zwangsprostitution angestellt und dabei ein Phantom aufgeschreckt.  "Der Hinkende",  keiner kennt ihn oder hat ihn jemals gesehen. Aber alle fürchten sich vor ihm und er scheint der Polizei immer einen Schritt voraus zu sein. Henry beginnt zu recherchieren und dringt immer tiefer in die Abgründe des Menschenhandels ein. Dieser Fall wird für ihn zu einem Albtraum von Gewalt und schrecklichsten Dingen, die er nicht einmal seinem ärgsten Feind wünschen würde. Aber er merkt in seinem verzweifelten Wettlauf um das Leben von Manuela, dass er seinem Gegner allein nicht unbedingt gewachsen ist. Ob es da so hilfreich ist, dass sich die Sperling Brüder in die Suche nach ihrer Schwester ein mischen? 

Zeitgleich gelingt den gefangen gehaltenen Mädchen Elizaveta Radu und Nada Despotovich die Flucht vor ihren Peinigern. Die Menschenhändler setzen alles daran, sie mundtot zu machen, denn beide wissen, wozu der Schlot in der alten Ziegelei genutzt wird. 

Im Schlot" geht es um Prostitution in ihrer wohl schlimmsten Art und Weise. Und es wird versucht zu erklären wie solche Institutionen des Menschenhandels gestrickt und aufgebaut sind. Aber es geht auch um Hoffnung...und wenn sie noch so klein ist.

Waren die Bücher: Tief im Wald und unter der Erde bzw. Hänschen Klein noch Thriller der leichteren Kost, hat sich Andreas Winkelmann in den letzten Jahren mit Kill Game und Wassermanns Zorn um einiges gesteigert. So sollte jetzt Der Schlot nur von erfahrenen Thriller Lesern zur Hand genommen werden. Und auch die treibt eigentlich nur eine vage Hoffnung weiter, um bis zum Ende durch zuhalten.

„Todesreigen“ von Andreas Gruber (Thriller)

„Todesreigen“ ist der 4. Teil der Maarten S. Sneijder & Sabine Nemez-Reihe und der Anfang einer neuen Triologie. Hier geht es genauso spannend und blutig zu wie in den vorherigen Teilen, nichts für Zartbesaitete.

Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auszulöschen.

Mit „Todesreigen“ hat Andreas Gruber wieder einen absolut empfehlenswerten gut durchdachten und komplexen Psychothriller geschrieben, der durch immer neue Fährten überrascht. Die Spannung bleibt von der ersten bis zur letzten Seite erhalten. Ein absolutes Muss für Krimifans, man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Andreas Gruber schafft es, die verschiedenen Handlungsstränge raffiniert so zu verweben, sodass sie am Ende des Buches endgültig und für den Leser sehr schlüssig zusammenfließen und keine Frage offen bleibt.

„Stell dir vor, dass ich dich liebe“ Jennifer Niven

Jack ist der Coolste, der Schönste, von allen geliebt und begehrt. Doch er hat ein Geheimnis: Er ist gesichtsblind. Auf Partys fällt es ihm schwer, seine Freundin unter all den anderen Frauen zu erkennen. Für ihn sieht ein Gesicht wie das andere aus. Dass er schon mal einer vollkommen Fremden ein »Hey Baby« ins Ohr raunt, halten alle für Coolness. Doch Jacks ganzes Leben besteht aus Strategien und Lügen, um sein Problem zu vertuschen: Immer cool bleiben, auch wenn er mal die Falsche küsst. Jedes Fettnäpfchen eine Showbühne!  Und dann kommt Libby, die in den Augen vieler so unperfekt ist, wie man nur sein kann. Denn Libby ist übergewichtig. Keine Strategie der Welt kann das vertuschen. Libby ist die Einzige, die erkennt, was hinter Jacks ewigem Lächeln steckt. Bei ihr kann Jack zum ersten Mal einfach er selbst sein.
Aber hat einer wie Jack den Mut, zu einer wie Libby zu stehen?

Jennifer Niven hat eine schöne, ungewöhnliche Highschool-Liebesgeschichte mit Tiefgang geschrieben, die Liebesgeschichte von Libby und Jack. Durch ihre berührende Geschichte zeigt sie auf, wie es zwei Menschen schaffen, sich selbst zu mögen.  Die liebevollen, authentischen Charaktere sind gut herausgearbeitet und der Leser kann sich gut in die Gedanken- und Gefühlswelt der beiden hineinversetzen. Ein Kapitel ist aus Sicht von Libby und das nächste Kapitel wieder aus der Sicht von Jack erzählt.

Es geht hier um Werte wie Akzeptanz, Toleranz und vor allem Selbstannahme. Eine absolute Leseempfehlung.