Banner
Home Sie befinden sich hier: Leben in Jesberg | Büchereien | Buchvorstellungen

Buchvorstellungen der Gemeindebücherei Jesberg

Bis alle Schuld beglichen“ von Alexander Hartung (Thriller, Band 1)

An einem Sonntagmorgen wird Jan Tommen von seinen Kollegen der Berliner Mordkommission aus dem Bett geklingelt. Er steht unter dringendem Tatverdacht, die Beweislage ist eindeutig: Fingerabdrücke, Zeugenaussagen, Motiv – alles weist auf Jan hin. Das Opfer: Richter Georg Holoch, der Jan vor Jahren wegen Körperverletzung im Dienst verurteilte.
Jan hat keinerlei Erinnerung an den Tatzeitpunkt. Dem erfahrenen Mordermittler bleibt nichts anderes übrig, als aus der Untersuchungshaft zu fliehen und abzutauchen. Er muss auf eigene Faust nach dem wahren Täter suchen. Sein unorthodoxes Ermittlerteam hilft ihm dabei – doch der Mörder hat gerade erst angefangen, seine schrecklichen Pläne in die Tat umzusetzen…

Alexander Hartung, der 1970 geboren in Mannheim geboren wurde, hat mit diesem Debütroman der Serie Jan-Tommen  einen kurzweiligen Thriller geschrieben, der von der ersten bis zur letzten Seite spannend bleibt. Es gibt immer wieder neue Hinweise und Wendungen, so dass der Leser bis zum Schluss im Dunklen tappt, wer die Morde verübt hat und aus welchem Grund. Der Ausgang ist sehr überraschend und zum Schluss bleibt keine Frage offen. 

„Leere Herzen“ von Juli Zeh

Über den Autorin

Juli Zeh, 1974 in Bonn geboren, studierte Jura in Passau und Leipzig. Schon ihr Debütroman "Adler und Engel" (2001) wurde zu einem Welterfolg, inzwischen sind ihre Romane in 35 Sprachen übersetzt. Ihr Gesellschaftsroman "Unterleuten" (2016) stand über ein Jahr auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Juli Zeh wurde für ihr Werk vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Rauriser Literaturpreis (2002), dem Hölderlin-Förderpreis (2003), dem Ernst-Toller-Preis (2003), dem Carl-Amery-Literaturpreis (2009), dem Thomas-Mann-Preis (2013), dem Hildegard-von-Bingen-Preis (2015) sowie dem Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt (2017)..

Kurzbeschreibung

Sie sind desillusioniert und pragmatisch, und wohl gerade deshalb haben sie sich ‎erfolgreich in der Gesellschaft eingerichtet: Britta Söldner und ihr Geschäftspartner Babak Hamwi. Sie haben sich damit abgefunden, wie die Welt beschaffen ist, und wollen nicht länger verantwortlich sein für das, was schief läuft. Stattdessen haben sie gemeinsam eine kleine Firma aufgezogen, "Die Brücke", die sie beide reich gemacht hat. Was genau hinter der "Brücke" steckt, weiß glücklicherweise niemand so genau. Denn hinter der Fassade ihrer unscheinbaren Büroräume betreiben Britta und Babak ein lukratives Geschäft mit dem Tod.

Als die "Brücke " unliebsame Konkurrenz zu bekommen droht, setzt Britta alles daran, die unbekannten Trittbrettfahrer auszuschalten. Doch sie hat ihre Gegner unterschätzt. Bald sind nicht nur Brittas und Babaks Firma, sondern auch beider Leben in Gefahr...

"Leere Herzen" ist ein provokanter, packender und brandaktueller Politthriller aus einem Deutschland der nahen Zukunft. Es ist ein Lehrstück über die Grundlagen und die Gefährdungen der Demokratie. Und es ist zugleich ein verstörender‎ Psychothriller über eine Generation, die im Herzen leer und ohne Glauben und Überzeugungen ist.

Die Geschichte der Bienen von Maja Lunde

Dieses Buch beschäftigt sich mit dem hochaktuellen Thema des Bienensterbens. Es ist aber nicht mit dem
erhobenen Zeigefinger geschrieben sondern in eine Geschichte eingewoben, die den Leser zum Weiterlesen
bewegt.

Lunde erzählt über drei Familien, die in unterschiedlichen Jahrhunderten leben, aber eins gemeinsam haben:
die Bienen.

Da ist in England im Jahre 1852 der Biologe und Samenhändler William, der sich gescheitert fühlt und durch diese Sinneskrise wochenlang sein Bett nicht verlässt. Sein Mentor hat sich abgewendet und das Geschäft liegt brach. Williams ganze Hoffnungen liegen auf seinem Sohn. Dieser hat aber ganz andere Ideen. Dafür gibt eine seiner sieben Töchter, Charlotte, ihn nicht auf. Sie ermuntert ihn immer wieder aufzustehen und weiter zumachen. Widerwillig gibt er nach. Als er eine Idee für einen neuartigen Bienenstock hat, bestärkt sie ihn in seiner Idee und unterstützt ihn.

In den USA lebt im Jahr 2007 der Imker George auf einem Hof mit vielen Bienenstöcken. Er arbeitet hart und möchte seinen Hof erweitern. Auch er träumt davon, dass sein Sohn Tom die Familientradition weiterführt und den Hof übernimmt. Der aber träumt seinerseits vom Journalismus, ist aber bereit bei seinen kurzen Besuchen auf dem Hof, George zu helfen. Eines Tages erlebt George das Unfassbare: seine Bienen verschwinden, die Bienenstöcke sind leer, seine Existenz ist bedroht… Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch keiner, dass es Tom ist, der fast hundert Jahre später dazu beiträgt, dass es wieder Bienen gibt.

Die dritte Geschichte spielt im Jahre 2098 in China. Hier lebt Tao  zusammen mit ihrem Mann Kuan und ihrem Sohn Wei-Wen. Kuan und Tao bestäuben per Hand die Blüten. Bienen gibt es schon  lange nicht mehr.  Unter schwersten Bedingungen übernehmen sie in mühevoller Handarbeit die Bestäubung von Apfelbäumen, um die Natur am Leben zu erhalten. Nicht nur für sich sondern vor allem für ihren Sohn träumt Tao von einem besseren Leben. Ausgerechnet bei einem ihrer wenigen Ausflüge, denn sie haben fast keine Freizeit, erleidet er einen schlimmen Unfall. Er wird bewusstlos und fällt ins Koma. Hilflos müssen Tao und Kuan mit ansehen wie er nach Peking gebracht wird. Allein macht sie sich auf die Suche nach ihrem Sohn und landet schließlich in einem fast ausgestorbenen Peking mit grausigen Zuständen. Doch sie gibt nicht auf und findet schließlich ihren kleinen Sohn.

Sie findet aber auch noch etwas anderes. Ein Buch von einem bekannten Schriftsteller: Der blinde Imker. Hier kommt eine Botschaft rüber: man kann Bienen nicht zähmen, man kann sie nur pflegen und ihnen Fürsorge geben. Man darf sie nicht ausnutzen und ihnen ihren Honig wegnehmen.

Alle drei Geschichten werden abwechselnd aus der Sicht der jeweiligen Hauptperson erzählt. Über jedem Kapitel steht der Namen der handelnden Person, so dass man immer weiß, in welcher Geschichte/Jahr man sich befindet. Nach und nach wird auch eine Verbindung zwischen den Familien sichtbar.

Maja Lunde schafft es, das aktuelle Thema und die Fakten zum Bienenleben sowie Bienensterben in ihrer Geschichte unterzubringen, ohne ermahnend zu klingen. Trotzdem tut es das Buch: es warnt davor, weiter Pestizide zu verwenden, Monokulturen anzubauen etc. Sie schafft es, dass der Leser sich Gedanken um die Zukunft der Welt und die Zukunft, die wir unseren Kindern hinterlassen, macht.

Die norwegische Tageszeitung Tronder-Avisa schreibt: Dieser Roman wird ihnen noch lange im Kopf herumsummen.